Demenzbetreuung

Was ist Demenz?

Der Begriff „Demenz“ leitet sich vom lateinischen „de-mens“ (de= „weg von“, mens= „geist“) ab und bedeutet sinngemäß „weg vom Geist“.

Heute sind rund  1,3 Mio. Menschen in Deutschland von Demenz betroffen. Im Jahr 2050 könnten bei einer Gesamtbevölkerung von 69,4 Mio. Einwohnern bereits 2,6 Mio. an dieser Erkrankung leiden. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird in diesem Jahr voraussichtlich jeder siebte Bewohner der Bundesrepublik Deutschland 80 Jahre oder älter sein, was die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung stark ansteigen lässt.

Bei Betroffenen nehmen wichtige Gehirnfunktionen wie Gedächtnis, Orientierung, Sprache und Lernfähigkeit ab und gehen mit der Zeit ganz verloren. Während im Anfangsstadium einer Demenz noch eine weitgehend selbstständige Lebensführung möglich ist, erfordert eine fortgeschrittene Demenz einen hohen Aufwand an Betreuung.

 

Leichte Demenz:  Depressionen und Reizbarkeit 

         

Die ersten Anzeichen einer Demenz lassen nicht sofort an eine derart schwere neuropsychologische Erkrankung denken. Erste Symptome sind beispielsweise Einschränkungen in der Lern- oder Merkfähigkeit, wie sie jeder Mensch im Laufe seines Lebens aufweisen wird. Erst bei anhaltender Symptomatik lässt sich auf eine beginnende Demenz schließen. Die leichte Demenz äußert sich lediglich durch vermehrte Vergesslichkeit und zeitliche Orientierungsprobleme. Betroffene verlegen Gegenstände, vergessen Absprachen oder irren sich im Wochentag, können jedoch noch vollständig autark leben.

Meist setzen gleichzeitig weitere Symptome ein, die anfänglich eher an eine depressive Episode erinnern, so etwa Verstimmungszustände, der Verlust langjähriger Interessen und Hobbies, leichte nervliche Reizbarkeit und eine abgeflachte Emotionalität.

 

Mittelschwere Demenz: Einschränkungen in der Kommunikation und Wahrnehmung

 

Im weiteren Verlauf äußert sich die Demenz mit Einschränkungen in der Kommunikation. Betroffene können sich an Gesagtes nicht mehr erinnern, vergessen Absprachen und verlieren ihren individuellen Umgangston.  Mit dem Fortschreiten der Erkrankung kommt es dann zu weiteren Defiziten in den Bereichen Sprache, Wortfindung und in der räumlichen Wahrnehmung. Erkrankte wissen oft nicht mehr, wo sie sich befinden, wirken orientierungslos, insbesondere in veränderten oder neuen Umgebungen. Die Körperhygiene nimmt ab, einige Patienten leiden unter Wahnvorstellungen Die Selbstständigkeit ist eingeschränkt.

 

Schwere Demenz: Einschränkungen in der Bewegung

 

Eine vollends ausgeprägte Demenz geht darüber hinaus mit motorischen Schwierigkeiten einher. Die Betroffenen bewegen sich steif und langsam, neigen zur Fallsucht und können zum Ende der Erkrankung bettlägerig werden. Die Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen erfordert hohe Kompetenz und Fingerspitzengefühl, da die Betroffenen im Spätstadium meist weder Betreuer noch Angehörige oder Freunde wiedererkennen. Das letzte Stadium äußert sich durch totalen Gedächtniszerfall, Inkontinenz, Erkennungsstörungen und kompletten Sprachzerfall. Betroffene werden bettlägerig und benötigen rund um die Uhr Betreuung und Pflege.

 

Eine respektvolle und umfassende Hilfe, wie Sie es benötigen, bieten wir Ihnen Mithilfe der Zuschüsse der Pflegekassen. Die Budgets zur Betreuung wurden 2017 von den Pflegekassen angehoben.

Um die Kosten für Sie zu optimieren, beraten wir Sie gerne zu Finanzierungsmöglichkeiten durch die Pflegekassen. Unsere Leistungen können auch direkt über die Pflegeversicherung abgerechnet werden.

Seit Anfang 2017 haben alle Pflegebedürftigen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen. Seit dem 01.01.2017 haben nun alle Patienten mit einem von der Pflegekasse zuerkannten Pflegegrad Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen, zusätzlich zur Sachleistung über den Pflegegrad,  in Höhe von 125€ monatlich. Eine weitere Möglichkeit bietet die sogenannte Verhinderungspflege. Diese steht generell jedem Pflegebedürftigen zu. Aus diesem Topf können Sie jährlich zusätzlich bis zu 2.418 € an Betreuungs- und Entlastungsleistungen erhalten. (50% Kurzzeitpflege inkl.) Ebenso können Sie 40% Ihrer Sachleistungen für Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen.

 

Sachleistungen der Pflegegrade:

 

bei Pflegegrad 1:  125.- €

bei Pflegegrad 2 :  689.-€

bei Pflegegrad 3:   1.298.-

bei Pflegegrad 4 :  1612.- €

bei Pflegegrad 5 :  1995.- €